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Bedrohung durch den Islam - Fundamentalismus & Menschenrechte

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Die Angst vor dem Islam wächst in der westlichen Welt. Welches sind die historischen,... mehr

Die Angst vor dem Islam wächst in der westlichen Welt. Welches sind die historischen, politischen, soziokulturellen und religiösen Gesichtspunkte, die diesem Gefühl einer Bedrohung zugrunde liegen? Insbesondere die Warnzeichen islamischer Fundamentalisten und die fehlgeschlagene Integrationspolitik der letzten Jahre werden in der westlichen Welt - besonders in Deutschland - kontrovers diskutiert. Das vorliegende Buch versucht, hierauf eine Antwort zu geben, indem es die Entwicklung in der islamischen Welt selbst betrachtet. Dies umfasst zum einen den islamischen Fundamentalismus und die Al-Qaida, zum anderen aber auch die Bedeutung der Scharia. Untersucht werden die theoretischen Grundlagen wichtiger islamischer Reformer, wie sie auch in der Muslimbruderschaft ihren Ausdruck finden, die Ausgrenzungstendenzen und Absolutheitsansprüche im Koran ebenso wie die Stellung der Frau und die Haltung gegenüber anderen Religionen im Islam. Zu verstehen ist die Entwicklung nur vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts und des Afghanistankrieges, und sie läuft auf die Frage der Vereinbarkeit von Islam und Menschenrechten hinaus. Die heftigen Diskussionen machen es unerlässlich, umfassend wichtige Fakten zu der problematischen Phase des Islam und komplexe soziopolitische Zusammenhänge zu erklären. Um empfindliche Themen wie die Kompatibilität des Islam mit dem westlichen Menschenrechtsverständnis sowie die Gleichstellung der Geschlechter im Islam ohne Polemik oder Simplifizierungen sachlich und adäquat zu behandeln, wählt Klaus Behnam Shad einen kulturrelativistischen und differenziert islamkritischen Ansatz.

Fachbereich: Politikwissenschaft
von Daniel Albrecht - OPTIMEDIEN Redaktion Ist der Islam tatsächlich eine Bedrohung? Mehr... mehr

von Daniel Albrecht - OPTIMEDIEN Redaktion
Ist der Islam tatsächlich eine Bedrohung?
Mehr als 800 Beamte der Sicherheitsbehörden durchsuchten im Juni 2012 im Rahmen einer Grßrazzia bundesweit 71 Gebäude und Wohnungen von Anhängern des Salafismus, als deren Ziel die Einführung der Scharia in Deutschland gilt. Auch eine Sprengstoffweste wurde nach Angaben der Polizei beschlagnahmt. Einigen Tatverdächtigen konnte die Mitwirkung an den gewaltsamen Ausschreitungen am 1. Mai 2012 in Solingen nachgewiesen werden. Schlagzeilen wie diese, in denen von Festnahmen oder Hasspredigern aus extremistischen muslimischen Lagern die Rede ist und Berichte über mangelnde Integrationsleistungen von Muslimen, dominieren die öffentliche Wahrnehmung des Islam ebenso wie dessen konfliktträchtiges Verhältnis zu den allgemeinen Menschenrechten.
Auf diese Sichtweisen spielt der provokante Buchtitel "Bedrohung durch den Islam?" von Klaus Behnam Shad an. Sie bilden den Ausgangspunkt der Analyse des Friedensaktivisten, der die Bedrohungsgefühle aus den Entwicklungen der islamischen Welt heraus erläutert. Die Analysen führen zu der Leitfrage, inwieweit die Vereinbarkeit von Islam und Menschrechten in demokratischen Gesellschaften möglich ist. Die Menschenrechte bilden die völkerrechtliche Grundlage für die meisten westlichen Gesellschaften, sodass die Beantwortung dieser Frage von enormer Relevanz ist. Um sich der Frage zu nähern, wird ein Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen. Schicht für Schicht werden die soziokulturellen, politischen und religiösen Dynamiken zutage gefördert, die dem Islam sein heutiges Gesicht verleihen. Das Buch wirft Schlaglichter auf die Geschichte muslimischer Kulturtraditionen, Denkweisen und verschiedene Strömungen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft und überführt den Islam aus der Geschichte in die Gegenwart. Gekonnt werden die Konfliktlinien zwischen dem Islam und den allgemeinen Menschrechten herausgearbeitet, die in westlichen Gesellschaften wie der Deutschlands zuweilen für Irritationen sorgen. In diesem Zuge werden die Stellung der Frau, die Haltung des Islam gegenüber anderen Religionen und die Absolutheitsansprüche des Korans problematisiert. Als konstituierend für die heutigen Entwicklungen des Islams werden dabei der seit Jahrzehnten schwelende Nahostkonflikt und jüngst der Krieg in Afghanistan beschrieben.
Fernab von Populismus und Plattitüden behebt Behnam Shad generelle Übersetzungsprobleme zwischen einer "unvoreingenommenen" deutschen Mehrheitsgesellschaft und der "muslimischen Gemeinschaft", die nicht selten in Pauschalisierungen und Anfeindungen münden. Es wird deutlich, dass nicht die Mehrheit der Muslime, sondern vielmehr eine radikalisierte Minderheit, das vermeintlich fundamentalistische Bild des Islams in der Öffentlichkeit erzeugt und reproduziert. Zudem wird von der Mehrheit der Muslime eine deutlichere Abgrenzung von islamisch-fundamentalistischem Gedankengut gefordert. Als Wanderer zwischen "Orient" und "Okzident" kennt sich der 1984 in Teheran geborene Klaus Behnam Shad in westlich und muslimisch geprägten Gesellschaften bestens aus. Ihm ist als ausgebildeter Mediator, studierter Kultur- und Sozialanthropologe und Aktivist der internationalen Friedensbewegung an der Auflösung von Konflikten gelegen und zwar ohne kritische Aspekte auszusparen. "Bedrohung durch den Islam?" ist nach seinem Erstwerk "Militanter Islam und Demokratisierung in Indonesien" sein zweiter Beitrag hierzu. Seine eloquent geschriebene und wissenschaftlich fundierte Studie eignet sich sowohl für den politisch interessierten Leser, als auch für das Fachpublikum zur Lektüre.

Klaus Behnam Shad, Doktorand an der Freien Universität Berlin, studierte Musikwissenschaften... mehr

Klaus Behnam Shad, Doktorand an der Freien Universität Berlin, studierte Musikwissenschaften sowie Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität zu Köln und ist staatlich ausgebildeter Mediator. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die politische Anthropologie, insbesondere die Rolle der Menschenrechte in der internationalen Politik, die politische Philosophie, die interkulturelle Hermeneutik und die Medizinanthropologie. Regionale Schwerpunkte seiner bisherigen Untersuchungen sind Zentral- und Süd-ostasien.

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