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DDR-Breitensport als eigensinnige gesellschaftliche Erscheinung?

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Leistungssport, Staatssicherheit und Doping sind die Begriffe, die über lange Zeit die... mehr
Leistungssport, Staatssicherheit und Doping sind die Begriffe, die über lange Zeit die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion über den Sport in der DDR dominierten. Die vorliegende Arbeit über den Breitensport bricht gleich in mehrfacher Hinsicht mit den vorherrschenden Deutungsmustern. Zum einen wendet sie sich mit dem Bereich des nicht leistungsorientierten Sports einem weniger in der Öffentlichkeit stehenden Forschungsfeld zu. Zum anderen fördert sie mit der Anwendung des alltagshistorischen Ansatzes der "partizipatorischen Diktatur" nach Mary Fulbrook eine sozialgeschichtliche Öffnung des DDR-Sports.
Fachbereich: Sportwissenschaft
Titel DDR-Breitensport als eigensinnige gesellschaftliche Erscheinung?... mehr
Titel DDR-Breitensport als eigensinnige gesellschaftliche Erscheinung?
Untertitel Leitfaden zur strategischen Planung mit Szenarien vor dem Hintergrund einer dynamischen Umwelt
Autor Robert Brichta
Erschienen 1. Aufl. 30.12.2011
Fachbereich Sozialwissenschaft, Sportwissenschaft
Kategorie Magisterarbeit
Einband Paperback (Softcover)
Maße 21,0 x 14,8 cm (DIN A5)
Umfang 106 Seiten
ISBN 13
978-3-86376-001-4
Preis 29,90 Eur[D] / 31,90 Eur[A] / 38,50 CHF / 41,50 USD
Zustand Neu
Keywords
Rennsteiglauf; Werteverfall; BAV Komplex; Betriebssportgemeinschaft; Volkssport; DSA; Kulturgesellschaft; DDR; Eigen-Sinnkonzept; FDJ; Freizeit- und Erholungssport; Leistungssport; Breitensport; Massensport; Budosportarten; Partizipatorische Diktatur; Deutscher Turn- und Sportbund; DDR Sport; Stako; Doping; Freie Deutsche Jugend; Staatssicherheit; DTSB; FDGB

 

Die Sportler der DDR brillierten weltweit mit Erfolgen Sie stellten eine im Vergleich zur... mehr

Die Sportler der DDR brillierten weltweit mit Erfolgen

Sie stellten eine im Vergleich zur Bevölkerung des Landes überproportionale Anzahl an Weltrekorden in vielen Sportarten auf und glänzten vor allem beim Schwimmen, dem Eiskunstlauf, der Leichtathletik und im Radsport. Die Athleten der DDR gewannen 203 Goldauszeichnungen und insgesamt 755 Olympiamedaillen. Leistungssportler wurden als Volkshelden gefeiert. Sie waren das Aushängeschild der DDR – Regierung. Nach dem Zusammenbruch des Staates erlangten Dopingskandale die öffentliche Aufmerksamkeit. Im Rahmen eines staatlich organisierten Dopingprogramms mit der Bezeichnung „Staatsplanthema 14.25“ wurden die Sportler teils ohne das Wissen ihrer Trainer und Sportärzte gedopt. Trotz dieser Negativseiten waren die sportpolitischen Reaktionen verhalten. Und auch für die breite Masse der Gesellschaft standen die Erfolge der Athleten im Vordergrund.
Der perfekt entwickelte Hochleistungssport wurde von der Öffentlichkeit geliebt und gehuldigt. Doch was war mit denen, die Sport einfach nur „als Hobby“ betrieben? Robert Brichta beschäftigt sich in seinem Buch „DDR Breitensport als eigensinnige Gesellschaftliche Erscheinung“ mit den Sportlern, die sich nicht dem Wettbewerb und damit der allgemeinen Aufmerksamkeit hingaben. Er zieht die „eigensinnige gesellschaftliche Erscheinung“ des Breitensportlers ans Tageslicht.
In der DDR gab es ein staatliches Förderprogramm, wodurch international gefeierte Sportarten gezielt gepflegt und gefördert wurden. Massen- und Mannschaftssport waren dabei nicht mit inbegriffen. Was macht den Breitensport also für eine Person attraktiv, die einem System angehört, dessen Mitstreiter von einer allgemeinen Erfolgsverliebtheit geblendet sind? In diesem Sinn stellt Brichta die Frage, ob der Breitensport eine Nische zur freien Entfaltung der Individualität bildet, hervorgerufen durch reduzierte Förderung gegenüber dem Leistungssport. Es entsteht die Vermutung, dass Nicht – Leistungssport eine Gegenbewegung zum Leistungssport bildet, welche ihren Sinn auf die Untergrabung des politischen Einflusses auf den Sport richtet. Jedoch ist auch der Breitensport kein herrschaftsfreier Raum. Der Autor geht hier auf die Wechselwirkungen zwischen Alltagssport und der politischen sowie sozialen Realität ein. Dabei beleuchtet er, wie sich die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Breitensports unter gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen veränderten.
Robert Brichta studierte an der Humboldt Universität Berlin Neue sowie Alte Geschichte und Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt DDR – Sport. So bringt er in seiner Arbeit, im Rahmen des Dissertationsprojektes „Schwimmsport in der DDR“ am Lehrstuhl der Universität Potsdam, fundiertes geschichtliches Hintergrundwissen gepaart mit sportlichem Enthusiasmus zu einer Arbeit zusammen, die mit vorherrschenden Deutungsmustern auf interessante Art und Weise bricht.

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1 Einleitung 2 Forschungsstand und Quellenlage 3 Methodische Herangehensweise und... mehr

1 Einleitung
2 Forschungsstand und Quellenlage

3 Methodische Herangehensweise und Grundannahmen
3.1 Ausgangspunkt „Eigen-Sinnkonzept“
3.2 „Partizipatorische Diktatur“ nach Fulbrook

4 Begriffsbestimmungen
4.1 Massen -, Breiten - und Volkssport
4.2 Freizeit - und Erholungssport
4.3 Konstrukt „DDR -Breitensport“

5 Eigen(sinnig)e gesellschaftliche Dimensionen des Sports?
5.1 Buss/Güldenpfennig: Sport als Teil der Kulturgesellschaft

6 „Durchherrschung“ im „ausdifferenzierten“ Sportsystem?
6.1 Zur sportiven Funktion staatlicher Einrichtungen
6.1.1 Die Anfänge: FDJ, FDGB und DSA
6.1.2 Zur Entwicklung und Funktion von Stako und DTSB
6.2 Strukturelle Verankerung des Breitensports
6.2.1 Betriebssportgemeinschaften
6.2.2 Gesellschaft für Sport und Technik (GST)
6.3 Breitensportliche Maßnahmen und Kampagnen
6.3.1 Der BAV-Komplex
6.3.2 Beispiel Laufbewegung
6.3.3 Sonstige Massensportveranstaltungen
6.4 Medaillenfixierung und Breitensportausgrenzung
6.5 Breitensportliche Wirklichkeit – „gesellschaftliche Nische“?
6.5.1 Rennsteiglauf
6.5.2 Systembedrohung durch Budosportarten?
6.5.3 Bodybuilding als Beispiel westlichen Werteverfalls?
6.5.4 (Hochsee -) Segeln

7 Bewertende Schlussbetrachtungen
7.1 Beantwortung der Hauptfragen
7.2 Kritik und Ausblick

8 Literaturverzeichnis

Robert Brichta, M.A., studierte an der Humboldt Universität zu Berlin Neuere/Neuste Geschichte,... mehr

Robert Brichta, M.A., studierte an der Humboldt Universität zu Berlin Neuere/Neuste Geschichte, Alte Geschichte und Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt DDR-(Sport) Geschichte. Die vorliegende, im Jahr 2011 überarbeitete Abschlussarbeit, bildet die Grundlage seines laufenden Dissertationsprojekts zum "Schwimmsport in der DDR" am Lehrstuhl zur Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam unter Prof. Hans-Joachim Teichler.

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