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Hanswurst, Kasper, Punch und Pierrot in den Dramoletten der Wiener Gruppe

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Den derbkomischen Hanswurst, den schlagfertigen Kasper, den gewalttätigen Punch oder den... mehr
Den derbkomischen Hanswurst, den schlagfertigen Kasper, den gewalttätigen Punch oder den melancholischen Pierrot - als Dramatiker setzen H. C. Artmann, Konrad Bayer und Gerhard Rühm in ihren Mini-Theaterstücken der 50er und 60er Jahre eine 'lustige' Figur nach der anderen in Szene. Was hat es auf sich, wenn sich 'hanswurst' auf der Bühne sexuell vergnügt, wenn 'kasper' inmitten von Militär oder Polizei für Unruhe sorgt, wenn 'punch' ins Publikum schimpft und sein Kind aus dem Fenster wirft, oder wenn 'pierrot' sich als Dichter erhängt? Was so sonderbar wirkt, erweist sich als jahrhundertelange Tradition. Doch halten sich die innovativen Dichter Artmann, Bayer und Rühm an diese Traditionen? Die Wiener Gruppe zeigt, dass es sogar mit traditionellen Figuren möglich ist, gegen einen konservativen Kulturbetrieb zu protestieren. In diesem Sinn hinterlassen die Dramoletten im guten Fall ein amüsiertes Publikum, im besten Fall jedoch ein provoziertes. Wer sich nicht provozieren lässt, hat die Chance, den Charme und die Komik dieser besonderen kleinen Theaterform zu erleben.
Fachbereich: Germanistik & Literatur
Titel Hanswurst, Kasper, Punch und Pierrot in den Dramoletten der Wiener Gruppe... mehr
Titel
Hanswurst, Kasper, Punch und Pierrot in den Dramoletten der Wiener Gruppe
Autoren
Sumper, Michael Gernot
Erschienen 1. Aufl. 02.07.2013
Fachbereich Germanistik & Literaturwissenschaft
Kategorie Fachbuch
Maße 21,0 x 14,8 cm (DIN A5)
Sprache Deutsch
Einband Softcover (Paperback)
Umfang 62 Seiten
ISBN 13 978-386376-042-7
Preis 14,90 Eur[D] / 19,90 Eur[A] / 24,50 CHF / 26,00 USD
Zustand Neu (eingeschweißt in Folie)
Keywords
Hanswurst, Kasper, Punch, Pierrot, Dramolett, Wiener Gruppe, lustige Figur, H. C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Theater, Komödie, Tradition, Innovation, Literatur, Wien, Österreich, 20. Jahrhundert, Komik, Provokation, dramatische Texte.
"Intelligent, gesellschaftskritisch und dennoch grandios unterhaltsam, beeindruckend vielseitig... mehr

"Intelligent, gesellschaftskritisch und dennoch grandios unterhaltsam, beeindruckend vielseitig aber immer selbstironisch" – so wird der diesjährige Gewinner der „Goldenen Weißwurscht“, Lars Redlich, von der Wetzlarer Neuen Zeitung beschrieben. Seit 1996 wird diese Auszeichnung für Kabarettisten vom Studentenwerk München jährlich vergeben und bedeutet oftmals den bedeutenden Schritt auf der Karriereleiter. Dabei kommt es nicht auf reine Possenhaftigkeit an, sondern vielmehr auf eine Mischung aus Entertainment und intelligentem Humor, gelegentlich auch erweitert durch musikalische Einlagen. Eine wichtige Rolle spielt ebenso ein gewisses Maß an Ehrlichkeit und Nachdenklichkeit. Kabarett, Comedy, Sketche – diese Unterhaltungsarten sind schon längst nicht mehr nur auf das Theater beschränkt, sondern auch im Radio und Fernsehen unentwegt präsent. Stilistisch und inhaltlich sind diese mit dem Dramolett (Minidrama) verwandt, deren wichtigste Stilelemente ebenso wie beim Kabarett Satire, Parodie, Sarkasmus und Ironie sind. Kabarettisten oder Comedy-Stars haben das Ziel, politische Kritik zu üben, die Zuschauer zu belehren, den Irrsinn des Alltags aufzudecken und dabei das Publikum zu animieren. Die Dramolette, die Michael G. Sumper untersucht, sind von ihren Verfassern jedoch zum größßten Teil darauf angelegt, zu provozieren, auf kulturelle Missstände in der Gesellschaft und auf sich selbst als Gruppe aufmerksam zu machen. Die Wiener Gruppe lehnte das konservative, traditionsreiche Denken samt entsprechender Literatur ab, welches sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ausgebildet hatte. Die Gruppe entwickelte vielmehr ein neues und eigenwilliges Sprachverständnis, in der die Sprache als optisches und akustisches Material aufgefasst wurde. Die von Michael Sumper behandelten Dramolette aus den fünfziger bis sechziger Jahren sind absurd bis makaber und bedienen sich dabei jahrhundertealter Figuren wie Kasper, Hanswurst, Punch und Pierrot. Sumper zeichnet von jeder Figur ein detailliertes Porträt, erläutert ihre Entstehung und Tradition und geht besonders auf die Unterschiede zwischen den komischen Figuren ein. Hanswurst ist übermütiger und aggressiver als der mutige und schlagfertige Kasper – Punch wird als komisch-gewalttätige Figur mit maßlosem sexuellen Verlangen dargestellt, während Pierrot auf amüsante Weise melancholisch und dümmlich in Erscheinung tritt.
In seiner Arbeit stellt Sumper zunächst die Frage, wie es dazu kommt, dass Dichter auf der Suche nach Neuem, nie Dagewesenem, auf solche alten Figuren zurückgreifen. Mittels Analysen der genannten Figuren geht Sumper dieser Frage nach und stellt Untersuchungen zu den Dramoletten dreier Mitglieder der Wiener Gruppe – H. C. Artmann, K. Bayer, G. Rühm – an. Dies realisiert Sumper auf eindrucksvolle und gut nachvollziehbare Art und Weise, wobei er nie den Bezug zu den Autoren verliert und beispielsweise eine mögliche Identifikation dieser mit ihren Figuren prüft. Gerade weil Michael G. Sumper die Wiener Gruppe und deren Leistung im Bereich des Sprachbewusstseins und dem Theater in die Wahrnehmung der Leser rückt, ist dieses Buch für jeden geeignet, der Interesse an Theater, Sprachanalytik oder Literaturgeschichte hat.

Michael G. Sumper, geb. 1993 in Graz, VS Rollsdorf, seit 2006 Darsteller der Theaterfabrik... mehr

Michael G. Sumper, geb. 1993 in Graz, VS Rollsdorf, seit 2006 Darsteller der Theaterfabrik Weiz, 2012 am BG/BRG Weiz Matura mit Auszeichnung. Gedicht-Publikation im 'Jahrbuch für das neue Gedicht 2013' der Frankfurter Bibliothek.

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