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Islamismus in Tschetschenien

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  • <span class="modal_lexicon"><a href="/lexikon-osthold-christian-p./">Christian P. Osthold</a></span>
geschrieben von Alexander Estis, Universität Genf Gerade in Deutschland, wo das Gespräch über... mehr
Produktinformationen "Islamismus in Tschetschenien"
geschrieben von Alexander Estis, Universität Genf
Gerade in Deutschland, wo das Gespräch über Terror und islamistischen Extremismus zum medialen Alltag gehört, sind fundierte und auf umfassender Quellenkenntnis basierende Arbeiten über den Islamismus im nördlichen Kaukasus gefragt, doch kaum vorhanden – der öffentliche Diskurs beruht im Wesentlichen auf offensichtlicher Stereotypie und unwissenschaftlicher Pauschalisierung. Diesem Desiderat sucht der junge Wissenschaftler Christian Paul Osthold beizukommen. Osthold stellt die Genese der islamistisch gefärbten separatistischen Bewegungen Tschetscheniens als einen dynamischen und kumulativen Prozeß dar; unter der Ausgangshypothese, daß der Islamismus, wennzwar seine Erscheinung durch gediegene historische Prozesse vorbereitet worden ist, nicht etwa einen essentiellen Bestandteil der separatistischen Ideologie bildet, sondern eine die Ausbreitung dieser Ideologie lediglich katalysierende Kraft, zeichnet der Verfasser die Entwicklung des Separatismus und zugleich die Formierung islamischen und islamistischen Gedankengutes in ihrer Entwicklung seit frühester Zeit nach, ohne relevante Positionen der Wirtschafts- und Kulturgeschichte zu vernachlässigen.
Fachbereich: Geschichtswissenschaft
Titel Islamismus in Tschetschenien Untertitel Die Rolle des... mehr
Titel
Islamismus in Tschetschenien
Untertitel
Die Rolle des Islamismus für den tschetschenischen Separatismus
Autor Christian P. Osthold
Redaktor Alexander Estis, Universität Genf
Coverfoto © Mikhail Evstafiev
Erschienen 1. Aufl. 30.12.2011
Fachbereich Geschichtswissenschaft, Internationale Geschichte
Kategorie Magisterarbeit
Sprache Deutsch
Einband Paperback (Softcover)
Maße 21,0 x 14,8 cm (DIN A5)
Umfang 177 Seiten
ISBN 13
978-3-86376-007-6
Preis 29,90 Eur[D] / 31,90 Eur[A] / 38,50 CHF / 44,00 USD
Zustand Neu
Keywords
Nordkaukasus; Tschetschenien; Extremismus; Religion; Wahhabismus; Fundamentalismus; Nationalitätenpolitik; Revolution; Wahhabiten; Separatismus; Sufismus; Dschihad; Islamismus; Kaukasusregion; Islam; Perestroika; Tschetschenienkrieg; Islamisierung; Islamisten
Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland Dieses Zitat aus dem Oktober 2010 ist wohl... mehr

Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland

Dieses Zitat aus dem Oktober 2010 ist wohl einer der am kontroversesten diskutierten Sätze aus der Amtszeit des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Erst kürzlich bekam die Debatte um den Islamismus in Deutschland neuen Zündstoff. Konservativislamische Salafisten verteilten im Mai den Koran in vielen deutschen Großstädten und sorgten damit für einen Aufschrei in den Medien. Doch nicht nur im Westen Europas löst der Islamismus Skepsis oder sogar Angst aus. In Russland war der wiedererstarkte Islam in der autonomen Republik Tschetschenien im Winter 1994 ein Faktor für den Angriff der russischen Armee und den Ausbruch des ersten Tschetschenienkrieges. So beschreibt es Christian P. Osthold. Er sucht nach Hintergründen für den historisch stark verwurzelten Willen der Tschetschenen nach politischer Souveränität gegenüber Moskau und stößt auf den Islam. In ihm sieht der Historiker einen Faktor für die rasante Ausbreitung des Separatismus in der nordkaukasischen Region. Osthold untersucht den Ursprung und die Entwicklungen der separatistischen Bestrebungen der Tschetschenen. Seine Analyse reicht dabei bis ins Mittelalter zurück und stützt sich hauptsächlich auf russische und tschetschenische Quellen. Das Buch geht auf Gesellschaft und Religion in Tschetschenien zunächst gesondert ein. Auf der Suche nach einem detaillierten Bild des Islam in Tschetschenien beantwortet Osthold Fragen nach dessen Herkunft, Ausbreitung und Besonderheiten. Sein Augenmerk legt der Autor vor allem auf die Entwicklungen des Islam im Tschetschenien des 20. Jahrhunderts. Er untersucht islamische Einflüsse zu Zeiten der Russischen Revolution 1917 über die frühe Sowjetzeit und den Zweiten Weltkrieg bis hin zum zweiten Tschetschenienkrieg 1999. Der Tschetschenienkrise der Neunzigerjahre widmet der Verfasser ein ausführliches Kapitel, in dem er sowohl auf Kriegs- als auch auf Friedensperioden der russisch-tschetschenischen Beziehungen eingeht. Der junge Historiker widmete dieser Arbeit einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt in Moskau und Grosny. In dieser Zeit konnte er aufgrund sehr guter Russischkenntnisse auf zahlreiche Zeitungsartikel, Zeitzeugenberichte und empirische Daten in Originalsprache zurückgreifen. Als Produkt seiner Forschungsarbeit liegt ein Buch vor, das für Geschichtswissenschaftler und -interessierte gleichermaßen aufschlussreich ist. Es ist eines von wenigen Werken in deutscher Sprache, das Fragen nach der Verklammerung von Religion und historisch verwurzelten Separatismusbestrebungen der Tschetschenen aufgreift. Vor dem Hintergrund der Kriege im Irak und in Afghanistan geraten die Auseinandersetzungen zwischen Russland und Tschetschenien häufig in Vergessenheit, dabei liegen tragische Ereignisse wie die Geiselnahme tschetschenischer Terrorristen an einer Schule in Beslan noch keine zehn Jahre zurück. Christian P. Osthold holt dieses und andere Ereignisse ins Gedächtnis zurück und bleibt dabei auch für ein nichtwissenschaftliches Publikum stets verständlich.
 

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1. Vorrede 2. Einleitung 3. Tschetschenien und seine Gesellschaft in historischer... mehr

1. Vorrede

2. Einleitung

3. Tschetschenien und seine Gesellschaft in historischer Perspektive
3.1. Tschetschenien im Mittelalter: Ein Land im Spannungsfeld von Politik und Religion
3.2. Tradition und Kultur in Tschetschenien: Stammesrecht und Clangesellschaft
3.3. Russland und Tschetschenien: Eine Geschichte von Krieg und Frieden
3.3.1. Exkurs: Der Versuch einer objektiven Beurteilung

4. Die Religion in Tschetschenien
4.1. Der Islam der Tschetschenen: Herkunft, Ausbreitung und Besonderheiten
4.1.1. Die Islamisierung Tschetscheniens im Spiegel von Gegenwart und Vergangenheit
4.1.2. Das Gesicht des Islam in Tschetschenien: Der Sufismus
4.2. Islam und Politik in Tschetschenien am Beispiel des Kaukasuskrieges (1817 – 1864)
4.2.1. Die Muriden und der Ghazavat (Dschihad)
4.2.2. Gegenbeispiel: Scheich Kunta Hadschi Kisiev und der Quardinja-Orden
4.2.3. Resümee
4.3. Die Tschetschenen und der Islam im 20. Jahrhundert
4.3.1. Revolution und frühe Sowjetzeit (1917 - 1938)
4.3.2. Die Tschetschenen während des Zweiten Weltkrieges: Die Deportation von
4.3.3. Die Folgen der Deportation
4.3.4. Nationalitätenpolitik, Wirtschaft und Bildung in Sowjettschetschenien (1957 - 1991)
4.3.5. Der Halbmond und die Perestroika: Die Islamische Wiedergeburt in Tschetschenien

5. Politik und religiöser Fundamentalismus in Tschetschenien nach dem Zerfall der UdSSR
5.1. Der tschetschenische Separatismus: Ursachen, Besonderheiten und Ziele (1991 - 1994)
5.1.1. Am Vorabend der Revolution: Ein General putscht in Tschetschenien
5.1.2. Separatismus in Tschetschenien: Der Versuch einer Gesamtanalyse
5.1.3. Tschetschenien nach der Wahl: Moskau interveniert und Dudaev wird auf den Koran vereidigt
5.1.4. Tschetschenische Realitäten: Wirtschafts- und Sozialpolitik unter Dudaev
5.1.5. Das Verhältnis von islamischer Geistlichkeit und Politik (1991 - 1994)
5.1.6. Die letzten Friedensjahre: Tschetschenien versinkt in Kriminalität und Bürgerkrieg (1992 - 994)
5.2. Der Erste Tschetschenienkrieg: Hintergründe und Folgen (1994 - 1996)
5.2.1. Der Versuch einer Definition unter Berücksichtigung wirtschaftspolitischer Aspekte
5.2.2. Der religiöse Faktor im Ersten Tschetschenienkrieg
5.3. Tschetschenien nach dem Krieg: Das Land in den Fängen der Islamisten (Wahhabiten)
5.3.1. Der Wahhabismus: Ein genuin tschetschenisches Phänomen?
5.3.2. Die Folgen des Wahhabismus für das politische und soziale Leben in Tschetschenien
5.3.3. Der Weg in den Abgrund: Der Zweite Tschetschenienkrieg als die Folge islamistischer Politik

6. Schlussbetrachtung

7. Literatur

8. Anhang
8.1. Zeittafel
8.2. Benutzte Abbildungen
8.3. Zusätzliche Abbildungen

Christian Paul Osthold, 1985 in Preetz geboren, studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie... mehr

Christian Paul Osthold, 1985 in Preetz geboren, studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Slavische Philologie an der Georg-August-Universität zu Göttingen. Durch regelmäßige Privat- und Forschungsreisen in die Russische Föderation verfügt er über fundierte Kenntnisse der Kultur und Politik des Landes. In der Forschung beschäftigt sich Osthold vor allem mit der neueren und neusten Geschichte Russlands und setzt dabei einen Schwerpunkt auf den russischen Nordkaukasus. Hier untersucht er das komplexe Verhältnis der Interdependenz autochthoner nordkaukasischer Gesellschaften zu Russland. Die Erforschung von nationalistischen Strömungen, politischem Separatismus, religiösem Fundamentalismus, insbesondere dem politischen Islam, sowie deren Auswirkungen auf die Innenpolitik der Russischen Föderation und die Sicherheitslage der gesamten Kaukasusregion bildet dabei den Kern seiner wissenschaftlichen Tätigkeit.

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