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Elterliche Stellvertreterentscheidungen

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  • 40022
  • 9783863760267
  • <span class="modal_lexicon"><a href="/lexikon-ziegelmeyer-dr.-franziska/">Franziska Ziegelmeyer</a></span>
Eltern obliegt qua Grundgesetz die Erziehung ihrer Kinder. In dieser Rolle handeln Eltern... mehr
Produktinformationen "Elterliche Stellvertreterentscheidungen"
Eltern obliegt qua Grundgesetz die Erziehung ihrer Kinder. In dieser Rolle handeln Eltern tagtäglich in vielen Situationen als Stellvertreter ihres minderjährigen Nachwuchses. Sie entscheiden unter anderem über den Besuch einer Betreuungseinrichtung, die Wahl der Schule, medikamentöse Behandlungen sowie die Ernährung des Kindes. Am Ende ist es jedoch das Kind, das die kurz- und langfristigen Konsequenzen aus den Entscheidungsprozessen seiner Eltern zu tragen hat. Das vorliegende Buch stellt daher den elterlichen Entscheidungsprozess mit seinen verschiedenen Komponenten sowie deren Bedeutsamkeit für die kindliche Entwicklung in den Mittelpunkt. Im Besonderen werden elterliche Zeit- und Risikopräferenzen im Rahmen anreizkompatibler Experimente untersucht und im Zusammenhang mit Befragungsdaten ausgewertet. Aus den Ergebnissen folgen Implikationen für die Gestaltung bildungs- und familienpolitischer Maßnahmen.
Fachbereich: Sozialwissenschaft
Titel Elterliche Stellvertreterentscheidungen Autor Franziska Ziegelmeyer... mehr
Titel Elterliche Stellvertreterentscheidungen
Autor Franziska Ziegelmeyer
Erschienen 1. Aufl. 25.10.2012
Kategorie Dissertation
Umschlag Softcover (Paperback)
Maße 21,0 x 14,8 cm (DIN A5)
Umfang 184 Seiten
Sprache Deutsch
ISBN 13 978-386376-026-7
Preis 34,90 Eur[D] / 39,90 Eur[A] / 48,30 CHF / 51,50 USD
Zustand Neu
Keywords
Familienpolitik, Humankapitalbildung, kognitive Fähigkeiten, Kindergarten, Entwicklungsentscheidungen, Elterliche Stellvertreterentscheidung, Elterliche Entscheidungen, familienpolitische Interventionen, Zeit- und Risikopräferenzen, Staatliche Eingriffsop
von Franziska Ziegelmeyer „Faire Chancen für Kinder sind eng mit der frühen Förderung durch... mehr

von Franziska Ziegelmeyer
„Faire Chancen für Kinder sind eng mit der frühen Förderung durch die Eltern verknüpft.“, so beginnt die Vorstellung des neuen Projekts des Bundesfamilienministeriums „Elternchance ist Kinderchance“. Dieses Projekt, das im Sommer 2012 auf den Weg gebracht wurde, soll zukünftig Eltern stärker durch ausgebildete Elternbegleiter unterstützen. Denn das familiäre Umfeld, insbesondere aber die Erziehung durch die Eltern, prägt maßgeblich die Entwicklung und Bildung eines Kindes. Gerade in den ersten Jahren sind die Kinder noch nicht in der Lage, eigene Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Sie sind stattdessen auf die Hilfe und Fürsorge der Eltern angewiesen. Diese entscheiden unter anderem über den Besuch einer Betreuungseinrichtung, die Wahl der Schule, medikamentöse Behandlungen oder auch die Ernährung des Kindes. Am Ende ist es jedoch das Kind, das die kurz- und langfristigen Konsequenzen aus den Entscheidungsprozessen seiner Eltern zu tragen hat. Wie auch bei jeder anderen Entscheidung ist die elterliche Stellvertreterentscheidung das Ergebnis eines Prozesses, der durch viele Einflüsse bestimmt wird. Besteht seitens der Familien- und Bildungspolitik der Wunsch, Kinder in ihren Bildungs- und Entwicklungsphasen wirksam zu unterstützen, so bedarf es eines genaueren Verständnisses elterlicher Stellvertreterentscheidungen. Dieser Aufgabe widmet sich Franziska Ziegelmeyer in ihrer Dissertation. Die Autorin legt dar, warum Eltern auch aus bildungsökonomischer Sicht wichtige Entscheidungsträger im Rahmen der kindlichen Entwicklung sind. Ziegelmeyer analysiert, welche Wirkungen unterschiedlich ausgeprägte elterliche Entscheidungskomponenten, wie etwa Ziele, Präferenzen, Wahrnehmung von Umweltbedingungen und Auswahl von Handlungsoptionen, für den kindlichen Entwicklungsprozess haben können. Ziegelmeyer macht deutlich, dass die Erforschung jeder einzelnen Entscheidungskomponente erforderlich ist, um familien- und bildungspolitische Interventionen gezielter einsetzen zu können. Die Autorin selbst macht den Anfang und führte 2010 in 14 Kindergärten der südlichen Region Hannover mit 240 Eltern ökonomische Spiele und Befragungen durch. Auf diese Weise erhält sie reelle Einblicke in die Zeit- und Risikopräferenzen der Eltern in Entscheidungen für ihr Kindergartenkind. Im Rahmen der Untersuchung mussten die Eltern in identischen Situationen einmal für sich und für ihr Kind Entscheidungen treffen. Um die Situation möglichst realisitisch zu gestalten, erhielten die Eltern abhängig von ihren Entscheidungen im Anschluss an die Untersuchung Geld. Ihr Kind durfte sich Spielzeug aussuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass Eltern in den durchgeführten kleineren Konsumentscheidungen im Mittel risikoaverser und gegenwartsorientierter für ihr Kind als für sich selbst entscheiden. Auch zeigen sich Hinweise darauf, dass sich die Entscheidungen von Eltern hinsichtlich ihres sozioökonomischen Hintergrundes voneinander unterscheiden. So entschieden z.B. Väter risikofreudiger und gegenwartsorientierter für ihr Kind als Mütter. Insbesondere aber die kognitiven Fähigkeiten des entscheidenden Elternteils, die eng mit dem ökonomischen Status sowie der Bildung des Elternteils verbunden sind, hatten einen Einfluss darauf, wie die Eltern für ihr Kind entschieden. Damit könnte sich die Schere zwischen hohen und niedrigem ökonomischen Status der Kinder nicht nur aufgrund der Ressourcen des Elternhauses auftun, sondern auch, weil die Eltern unterschiedicher sozialer Schichten ein anderes Entscheidungsverhalten an den Tag legen. Aufbauend auf dieser Erkenntnis legt Ziegelmeyer im letzten Kapitel dar, was bei familien- und bildungspolitischen Interventionen berücksichtigt werden müsste, damit die Auswirkungen eines zu unterschiedlichen Entscheidungsverhaltens der Eltern abgemildert werden könnten. Ziegelmeyer ist Expertin auf dem Gebiet der Familienpolitik. In ihrer Laufbahn beschäftigte sie sich bereits mit dem Thema Familie in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung in Göttingen entstand ihre Dissertation, die sowohl Eltern einem familienpolitisch interessierten Publikum als auch der Fachwelt Aufschluss über die Wichtigkeit des elterlichen Entscheidungsprozess geben können.

Franziska Ziegelmeyer, geboren 1981 in Hannover, studierte von 2002 bis 2007... mehr

Franziska Ziegelmeyer, geboren 1981 in Hannover, studierte von 2002 bis 2007 Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Göttingen und Galway, Irland. Als Stipendiatin des Cusanuswerks erwachte während einer Akademie das Interesse an dem Einfluss von Familie, insbesondere der Eltern, auf kindliche Bildungsverläufe. Bereits in ihrer Diplomarbeit untersuchte Franziska Ziegelmeyer dann, inwieweit Familienpolitik zur Chancengleichheit von Kindern beitragen kann. Nach einer Hospitation im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2007 arbeitete Frau Ziegelmeyer von 2007 bis 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung der Georg-August-Universität Göttingen. Dort entstand auch die vorliegende Promotionsschrift über elterliche Stellvertreterentscheidungen, mit der die Autorin ihr einmal begonnenes Forschungsfeld weiter ausbaute.

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