PREIS ANFRAGEN

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Eheschließung zwischen Christen und Heiden

Benachrichtigen Sie mich, sobald der Artikel lieferbar ist.

29,90 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Lieferzeit ca. 5 Tage

  • 40019
  • 9783863760229
  • Essi Mawusé Djinkpor
Seit Mitte des 12. Jahrhunderts galt die Ehe zwischen Christen und Heiden in der katholischen... mehr
Produktinformationen "Eheschließung zwischen Christen und Heiden"
Seit Mitte des 12. Jahrhunderts galt die Ehe zwischen Christen und Heiden in der katholischen Kirche aufgrund von Impedimentum disparitas cultus (die Religionsverschiedenheit) gewohnheitsrechtlich als verboten. Dennoch war eine Eheschließung möglich, wenn der Partner vorher konvertierte. Bei Nichterfüllung dieses Gebots wurde die Heirat auch nach der bereits stattgefundenen Eheschließung für ungültig erklärt. In der mittelalterlichen Gesellschaft war die Problematik des Eherechts ein sehr kontroverses Thema. Anhand der Werke Wolframs von Eschenbach, Parzival und Willehalm, wird die Problematik exemplarisch verdeutlicht. Mit Hilfe der textorientierten Analyse und der Interdiskursanalyse werden die Ehebeziehungen in Eschenbachs Werken eingehend betrachtet. Die Analyse der Ehebeziehungen hat ergeben, dass Eschenbach zweifellos die kirchliche Lehrmeinung bezüglich der Ehefragen literarisch dargestellt hat. Er beschränkt sich nicht auf die literarische Darstellung der kirchenrechtlichen Bedingungen der Eheschließung zwischen Christen und Nichtchristen, sondern macht auf deren problematische Umsetzung aufmerksam. Eschenbachs Kritik richtet sich nicht an die christliche Religion bezüglich der christlich-heidnischen Ehe, sondern versucht vielmehr für die Zurkenntnisnahme der Schwierigkeiten, die die kompromisslos bedingten Ehen hervorrufen, zu sensibilisieren.
Fachbereich: Germanistik & Literatur
Titel Eheschließung zwischen Christen und Heiden Untertitel Die Problematik... mehr
Titel Eheschließung zwischen Christen und Heiden
Untertitel Die Problematik in Wolframs von Eschenbach Werken Parzival und Willehalm
Autor Essi Mawusé Djinkpor
Erschienen 1. Aufl. 19.09.2012
Fachbereich Germanistik & Literaturwissenschaft
Kategorie Masterarbeit
Umschlag Softcover (Paperback)
Maße 21,0 x 14,8 cm (DIN A5)
Umfang 92 Seiten
Sprache Deutsch
ISBN 13 978-386376-022-9
Preis 29,90 Eur[D] / 34,90 Eur[A] / 41,90 CHF / 43,20 USD
Zustand Neu
Keywords
Ehediskurs im Mittelalter, Theologische Perspektive, Problematik der Eheschließung im Parzival, Christen, Heiden, Eheliche Beziehung, Getaufte, Ungetaufte, Glaubenskrieg, Überwindung des religiösen Unterschieds, Liebe als Mittel, Konversion, Christliches 
Was für Zeiten, was für Sitten! – Die Kirche und ihr Eheverständnis Irritationen in der... mehr

Was für Zeiten, was für Sitten! – Die Kirche und ihr Eheverständnis

Irritationen in der katholischen Gemeinschaft – denn Horst Seehofer erhielt im April dieses Jahres die heilige Kommunion vom Papst höchstselbst. Nach geltendem Kirchenrecht hätte der CDU-Parteichef als wiederverheirateter Geschiedener von diesem Sakrament aber eigentlich ausgeschlossen werden müssen. Was ist da los, fragt man sich. Sonst hält die Kirche bei allem, was mit der heiligen Institution Ehe zu tun hat, doch auch dogmatisch an den althergebrachten Maximen fest – unbeirrbar von Forderungen aus der Gesellschaft. So besteht nach wie vor das sogenannte Ehehindernis der Religionsverschiedenheit. Dieses besagt, dass Personen verschiedener Religionszugehörigkeit einander nicht heiraten dürfen. Diese Regelung hat lange Tradition – ebenso wie die Diskussion über ihre Problematik. Es lassen sich bereits im 12. Jahrhundert Werke finden, die sich mit einer derartigen Thematik auseinandersetzen. So beschäftigen sich die Schriften „Parzival“ und "Willehalm" Wolframs von Eschenbach, seinerzeit einer der größten und angesehensten Dichter, nicht nur ausführlich mit der Eheschließung zwischen Christen und Nichtchristen, sondern verweisen auch auf deren problematische Umsetzung. Essi Mawusé Djinkpor hat es sich in ihrer Abschlussarbeit zur Aufgabe gemacht, diese beiden Werke nach Hinweisen auf die damals herrschenden kirchlichen Vorschriften für eine Eheschließung zu untersuchen. Die verschiedenen Ehebeziehungen, die in „Parzival“ und „Willehalm“ auftreten, werden dabei sehr kleinschrittig analysiert, sodass ein ausführlicher und fundierter Einblick in die Komplexität der Thematik gewährt wird. Für die damalige Adelsgesellschaft wichtige Vorstellungen, wie der Minnedienst und das Streben nach prîs und êre, finden dabei ebenso Beachtung wie die Bedeutung von Taufe und Konversion. Die Untersuchung stützt sich aber nicht allein auf Wolframs Texte: Immer mit einem Blick auf den kulturellen Kontext werden die gezogenen Schlüsse dahingehend überprüft, ob Wolframs Werke tatsächlich die historische Wirklichkeit widerspiegeln. Da man nicht unvermittelt mit der Materie des mittelalterlichen Ehe- und Minnekonzepts konfrontiert wird, sondern zunächst einen Überblick über die damaligen theologischen und kanonischen Ansichten erhält, ist das Buch nicht nur für Mediävisten geeignet. Wolframs Schriften zu kennen ist für die Untersuchung zwar hilfreich, um ihr folgen zu können aber nicht notwendig, da alle wichtigen Zusammenhänge erklärt beziehungsweise die entscheidenden Textpassagen zitiert werden. "Eheschließung zwischen Christen und Heiden" ist natürlich besonders für Mediävisten, die nach einer ausführlichen Untersuchung der Ehebeziehungen in der mittelalterlichen Gesellschaft suchen, interessant. Aber auch für nicht vorgebildete Leser, die gerne wissen wollen, in was für Zeiten welche Sitten herrschten, ist dieses Buch lohnenswert.

Essi Mawusé Djinkpor, M. A., studierte Germanistik an der Universität Lomé (Togo) und... mehr

Essi Mawusé Djinkpor, M. A., studierte Germanistik an der Universität Lomé (Togo) und erhielt 2008 ein Stipendium des DAADs, um ihre Magisterarbeit an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vorzubereiten. Sie absolvierte das Diplôme d’Etudes Approfondies (Master) an der Universität Lomé und wechselte mit einem Erasmus-Mundus-Stipendium zum Studium der germanistischen Mediävistik an den Universitäten Palermo, Bremen und Porto. Die vorliegende Arbeit wurde an den Universitäten Palermo und Bremen als Abschlussarbeit vorgelegt und mit einem Doppelabschluss gewürdigt.

Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr
Kundenbewertungen für "Eheschließung zwischen Christen und Heiden"
Bewertung schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Fragen 0
Lesen Sie von weiteren Kunden gestellte Fragen zu diesem Artikel mehr

Frage Stellen

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Beantwortete Fragen

Keine Fragen vorhanden
Frage stellen